Orlens C Junioren marschieren bis ins Endspiel

Am Ende ist nur der SVWW besser

Im Finale des Bleidenstädter Hallenturnieres standen sich dabei die SGO und der 2000er Jahrgang der U15-Auswahl vom SV Wehen gegenüber. Am Ende siegte das Team vom Halberg mit 4:1 und wurde somit Turniersieger.“Sieht man nur das Finale, geht das so in Ordnung“, differenzierte Mario Hörrmann. Viel interessanter jedoch der Orlener Weg dorthin. Dieser begann schon Freitag mit dem ersten Hallenturnier der Saison in Idstein.

Am Freitag startete Orlens U15 überraschend gut in das Turnier. Nach 15 Minuten gewann man gegen den TV Idstein II mit 6:1. In der Folge ist eher von einem tristen Abend zu sprechen. Erst kommt man gegen die Kreisklasse Mannschaft aus Heddernheim über ein 0:0 nicht hinaus, um sich im letzten Gruppenspiel gegen Bad Schwalbach eine 3:0 Niederlage abzuholen. Ohne jeglichen Spielwitz und nicht wirklich als Team gelang es der SGO nicht die Überlegenheit der ersten Partie aufrecht zu erhalten. Durch einen Rechenfehler der Idsteiner Turnierleitung sah man sich dann in Spiel um Platz 5 gegen die Freie Turnerschaft Wiesbaden. Hier hieß es am Ende 2:0 für die SGO, allerdings geriet das Spiel in den Hintergrund, als Nico H. einen Schlag auf den Knöchel einstecken musste und ärztliche Versorgung benötigte. Am Ende ein schwacher 5. Platz, welcher ganz viel Luft nach oben zu lassen schien.

Am Sonntag ging es dann mit einer leicht veränderten Auswahl (ohne Fathi G. und Nico H. beide verletzt) zum Hallenturnier in das Sport und Jugendzentrum nach Taunusstein. Mit einer wirklich starken Gruppe (Schott Mainz, SV Wehen, Schwarz Weiß Wiesbaden und Bad Nauheim) vor der Brust, erschien ein Weiterkommen schwierig.     

In der Vorrunde gab es gegen die Auswahl von Bad Nauheim, zum Auftakt ein 5:0. Erneut ein klarer Sieg, wie schon am Freitag in Idstein. Für viele Zuschauer der Grund die Fehler des Turnieres in Idstein erneut zu diskutieren. Nicht allerdings für das Team um Kapitän Nick H. Allerdings begann die Partie gegen Schwarz Weiß Wiesbaden ähnlich wie das 2. Spiel in Idstein. Man ließ den Gegner machen und reagierte anstatt selber zu agieren. Trotzdem gelang nach 5 Minuten das 1:0. In der Folge war man selber am Drücker, musste jedoch nach einem schnellen Konter nach eigenem Eckball den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen.

Im nächsten Spiel stand man dem jungen Jahrgang von Schott Mainz gegenüber. Vor dem Turnier noch mit zu den Favoriten gezählt, konnte man ihnen schnell den Schneid abkaufen und siegte am Ende hochverdient mit 5:0. Dann die Partie auf welche man sich seit Turnierbeginn gefreut hatte, man stand dem „großen“ Nachbarn aus Wehen gegenüber. Wie selbstverständlich ging man davon aus, dass der SV Wehen mit hohem Druck versuchen würde das Tor zu erzwingen.  Allerdings stand Wehen tief und versuchte zu taktieren.  „Das sich das Hessenliga Team mit einem solchem Respekt vor unseren Jungs präsentierte, davon ist sicher keiner ausgegangen, darauf haben wir uns in keinem Moment vorbereitet.“, erklärte Trainer Jan Mucke, „hätten wir lange den Ball in den eigenen Reihen gehalten wären sicher irgendwann die Lücken gerissen, dafür fehlt uns allerdings noch die Geduld.“ Anstatt eines langweiligen Ball hin und her Geschiebes entwickelte sich in der Folge ein ansehnliches Fußballspiel, welches keinen Ligaunterschied offenbarte. Allerdings bewies der SV Wehen doch einen Ticken mehr Erfahrung und konnte den Ball zum Endstand von 1:0 über die Orlener Torlinie.          

Nach Punktgleichheit mit der DJK Schwarz Weiß entschied das Torverhältnis. Die Jungs der SGO zogen  ins Halbfinale ein, wo sie auf Rot Weiß Frankfurt trafen, welche in ihrer Gruppe noch keinen Punkt abgegeben hatten. Schnell wurde der Leistungsunterschied der Gruppen A und B klar. Nach 5 Minuten stand es 4:0 für die Mannschaft aus Taunusstein. In der Folge wurde das Spiel ruppiger und Rot Weiß wollte sich nicht mit der drohenden Niederlage abfinden. Anstatt sich Fußballerisch zu behaupten kochten die Emotionen hoch und es kam immer wieder zu lautstarken Streitereien. Nachdem ein Spieler aus Frankfurt nach 8:30 Minuten noch handgreiflich wurde, entschied sich der Coach von Rot Weiß dazu, dass Spiel abzubrechen:„Es sind nur noch 1:30 Minuten, bevor Eltern und Spieler handgreiflich werden beenden wir hier lieber.“   

Endspielgegner von Orlens C Junioren war erneut der ältere U15-Jahrgang vom SVWW, der nach einem knappen 1:0 gegen den TV 1817 Mainz ins Finale eingezogen war. Schlecht für die SGO: Rot Weiß wollte nicht um Platz 3 spielen und reiste vorzeitig ab. Folglich konnte man die Emotionen nur kurz in der Kabine sacken lassen, ehe das Finalspiel anstand. Die Unruhe nach der Hektik im Halbfinale war in der Kabine noch förmlich zu spüren. „Von einer gerade für unsere Jungs so wichtigen Konzentrationsphase kann man leider nicht sprechen“, erklärte Mario Hörrmann.

So gelang es dem SV Wehen das Spiel für sich zu entscheiden, bevor die Orlener Mannschaft sich gedanklich auf dem Platz befand. 3:0 nach 1:40 Minute, ein klares Statement. Und das ohne dass sich der SV Wehen etwas Großes einfallen lassen musste. Einfache Zweikampfsituationen führten zu Gegentoren. Das sich dann Kevin G. beim Sturz auch noch beide Handgelenke verletzte, passte zum Finalspiel.

Zwar konnte man noch auf 3:1 verkürzen, musste jedoch auch noch das 4:1 hinnehmen. „Nach den ersten beiden Minuten waren wir präsent und konnten frei Aufspielen, vorher hat uns die Konzentration einen Strich durch die Rechnung gemacht. Liegst du gegen so ein Team einmal 3:0 hinten, wird es nahezu unmöglich das Spiel noch zu drehen“, so Coach Jan Mucke.  Aufgrund der ersten 2 Minuten kann man von einem verdienten Sieg für den SVWW sprechen, hat aber gesehen, dass man sich keineswegs vor dem Halbergtrupp verstecken muss.  

Gute Besserung an Nico H. und Kevin G., welchen es nach ärztlicher Untersuchung inzwischen schon leicht besser geht. Während Nico H. mit nur leichten Problemen laufen kann, trägt Kevin G. eine Schiene am linken Arm.

Am kommenden Freitag steht nun für die Orlener C Jugend noch die Weihnachtsfeier an, um zwischen den Jahren nach Leipzig zu fahren. Ein erfolgreiches Jahr mit Aufstieg, Kreishallenmeisterschaft und ersten Gruppenligaerfahrungen geht für die C Jugend langsam dem Ende zu…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.